Pflegestelle werden

  • Pflegestellen sind das Herz unserer Arbeit! 

Ohne Pflegestellen wäre es uns nicht möglich Hunde aus Spanien zu holen und in ein neues Leben in Deutschland zu begleiten.

Pflegestellen leisten einen wertvollen Beitrag: Sie stehen ihrem Pflegehund zur Seite und sind aktiv in den Vermittlungsprozess eingebunden.

Zusammen finden wir das beste Zuhause für unsere Schützlinge!
Wo finde ich „meinen“ Pflegehund?
Schau mal hier: Pflegestelle gesucht
 
Wir beschreiben die Hunde so genau wie möglich und klären gerne Fragen im Vorfeld. 
Was erwartet mich?

Unsere Hunde kommen aus völlig anderen Lebensumgebungen. Ein Leben im Haus, in Sicherheit und Nähe zu Menschen, ist ihnen meist unbekannt. Deshalb brauchen sie Zeit, Geduld und Menschen, die sie Schritt für Schritt an dieses neue Leben heranführen.

    • viele Hunde sind nicht vom ersten Tag an stubenrein
    • viele Hunde kennen es nicht, Treppen zu gehen
    • Haushaltsgeräusche oder Alltagsroutinen sind ihnen fremd
    • Manche Hunde tragen körperliche oder seelische Verletzungen, die nur sehr langsam heilen 
    • Einige Hunde benötigen zusätzliches Training oder den Besuch einer Hundeschule, denn es kann sein, dass sie durch die vielen neuen Eindrücke und Unsicherheiten anfangs noch unsicher im Sozialverhalten sein können
    • Manche Hunde müssen die Leinenführigkeit erst noch lernen
    • Wichtig ist es auch, mobil zu sein, zum Beispiel für: Abholung, Tierarztbesuche, die Fahrt zu Ausläufen
    • Einige Hunde haben Verletzungen – äußerlich, aber auch innerlich, die manchmal nur sehr langsam heilen. Hierauf musst Du Dich einstellen und Dir bewusst machen, welche Themen auf Dich zukommen.

Viele Dinge, die uns alltäglich vorkommen, bedeuten eine Herausforderung und müssen gemeinsam erarbeitet werden. Du als Pflegestelle musst mit vielen Situationen umgehen können.

Rat und Tat findest Du bei den Regionalbetreuern oder auch im Austausch mit anderen Pflegestellen.

Als Tierschutzverein sind wir auf Menschen angewiesen, die ihr Herz öffnen und Verantwortung übernehmen. 

Welche Voraussetzungen bringe ich mit?
    • Du bist geduldig, verständnisvoll und hast das nötige Einfühlungsvermögen
    • Du gibst Deinem Pflegehund Sicherheit, Struktur und Vertrauen
    • Du hast genügend Zeit, den Hund in seinem Tempo ankommen zu lassen.
    • Die ganze Familie sollte mit der Aufnahme eines Pflegehundes einverstanden sein. 
    • Du solltest idealerweise Erfahrungen mit Windunden haben oder besser noch, einen souveränen Ersthund.
    • Wenn Du „Ja“ zu einem Pflegehund sagst, übernimmst Du die (zeitlich begrenzte) Verantwortung für ein Lebewesen, das auf Dich angewiesen ist.
    • Lass Dich nicht vom Mitleid leiten. Mitleid ist ein schlechter Ratgeber und verschwindet bei eventuellen Alltagsproblemen meist schnell.

Sage im Interesse der Hunde und Deinem eigenen Interesse nur „Ja“, wenn Du es wirklich, mit allen eventuellen Konsequenzen, möchtest und bereit bist, Zeit, Geduld und Liebe zu investieren.

Dauer der Pflege

Es gibt keine verlässliche Aussage darüber, wie lange ein Pflegling bei Dir sein wird.
Manchmal geht es sehr schnell, manchmal dauert es Monate. Auch Angaben über eine durchschnittliche Verweildauer helfen nicht weiter, weil gerade „Dein“ Schützling eine Ausnahme sein könnte. Wir brauchen Pflegestellen, die ohne „Wenn und Aber“ den gesamten Weg mit unseren Schützlingen gehen, auch wenn es etwas länger dauert. 

Du kannst aktiv die Vermittlungschancen erhöhen: mit guten Fotos und aussagefähigen Texten, die wir dann veröffentlichen.

Wie kommen die Hunde in die Pflegefamilien?

Um einen Hund vom vereinbarten Treffpunkt abzuholen, müssen unsere Pflegefamilien manchmal auch weitere Strecken in Kauf nehmen, also mobil sein. Nicht immer ist es uns möglich, mit den Transporteuren den Abholpunkt in unmittelbarer Nähe der Pflegefamilie abzustimmen, sie fahren immer nur bestimmte Treffpunkte an.

Die Kosten

Notwendige Tierarztkosten übernimmt der Verein. Wir bitten aber bei Tierarztbesuchen -außer in Notfällen- um vorherige Absprache.

Natürlich übernehmen wir, wenn nötig, auch die Futterkosten – insbesondere wenn der Hund auf Spezialfutter eingestellt ist. Aber jeder Sack Futter, den die Pflegefamilie nicht abrechnet, bedeutet, dass wir statt dessen eine Impfung, eine Blutabnahme etc. bezahlen können. Wir sind also sehr dankbar, wenn das Futter von unseren Pflegestellen nicht abgerechnet wird.

Der Verein hat eine Haftpflicht-Sammelversicherung in die alle Pflegehunde eingebunden sind. Allerdings gilt diese Versicherung, wie jede Haftpflichtversicherung, nur für Schäden, die die Hunde bei Dritten verursachen. Z.B. wenn der Hund (was hoffentlich nie passiert) vor ein Auto läuft, oder es zu einem Unfall mit einem anderen Hund kommt. Wenn er bei seiner Pflegefamilie den Teppich anknabbert, ist das leider nicht versichert (wie bei einem eigenen Hund).

Was wir nicht bezahlen können, sind Näpfe, Halsbänder, Leinen, Hundebetten, Leckerlies, Hundeschulen, Hundesteuer, Sicherheitsgurte fürs Auto, Pflegeartikel wie Bürsten etc. und Spielzeug, Zeitaufwand für notwendige Tierarztbesuche und sonstige Aufwandsentschädigungen.

Urlaub und Abwesenheit

Pflegestelle zu sein bedeutet auch, dass Dein Pflegling -als Familienmitglied auf Zeit- Dich auch auf eventuellen Urlaubsreisen begleitet, bzw. wenn Du ohne Hunde verreist, genau wie deine eigenen Tiere gut und sicher untergebracht wird. Es ist für uns aber dringend notwendig, dass Du uns über Urlaube und längere Abwesenheiten rechtzeitig informierst, damit wir wissen, wo sich unser Pflegling aufhält.

Gesetzliche Regelungen zur Hundehaltung

Die gesetzlichen Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Die meisten unserer Pflegefamilien halten bereits eigene Hunde und sind über die jeweiligen Bestimmungen informiert. Solltest Du noch keinen Hund halten oder gehalten haben, dann mache dich bitte kundig, ob es in deinem Bundesland besondere Bestimmungen gibt.
Generell sind Windhunde in keinem Bundesland auf einer der Listen, die „gefährliche Hunde“ klassifiziert.

Gleichzeitig Pflegestelle für mehrere Vereine sein

Bei der Inpflegenahme von Hunden unterschiedlicher Vereine bitten wir um Verständnis, dass dieses Vorgehen mit uns abgesprochen sein sollte.

Kommunikation ist Alles

Far from Fear e.V. legt außerordentlich großen Wert auf eine gute, konstruktive Kommunikation.
Deswegen haben wir Regionalbetreuer, die Zeit für die Fragen, Bedürfnisse und Wünsche unserer Pflegestellen haben. Die Pflegefamilien bilden mit ihrem Regionalbetreuer -während des ganzen Pflegeaufenthaltes und auch während der Vermittlung- ein Team, das gemeinsam Fragen und Probleme erörtert und löst.

Denn unser oberstes Ziel ist ein dauerhaftes, gutes Zuhause für unsere Hunde!


Hier machen wir keine Kompromisse! Um dieses Ziel zu verwirklichen tun wir Alle unser Bestes und das erwarten wir auch von unseren Pflegefamilien:

Kein Hund darf vermittelt werden „weil er schon so lange sitzt“, oder weil „der Urlaub naht“.

Du bist mitverantwortlich dafür, wie das künftige Leben des Hundes aussieht und nicht nur „Zwischenlager“.

Du hast bei der Vermittlung ein entscheidendes Wort mitzureden.

Du kennst den Hund am Besten  und erlebst hautnah, wie sich Hund und Interessent verstehen.

Das bedeutet eine große Verantwortung, aber es garantiert auch, dass keine -möglicherweise falschen- Entscheidungen getroffen werden.

Auf der Seite unser Team findest du deinen zuständigen Regionalbetreuer.

Die Aufgabe Pflegestelle zu sein, ist wichtig und verantwortungsvoll. Deshalb brauchen wir engagierte Menschen, die mit ganzem Herzen die Ziele verfolgen, für die Far from Fear steht.

Wenn wir Dein Interesse geweckt haben, dann freuen wir uns, von Dir zu hören!

Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt,
aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier!
(Verfasser unbekannt)

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